Am vergangenen Wochenende musste das Team um Trainerin Kate Schneider eine äußerst bittere Niederlage im Auswärtsspiel bei der TSG Leihgestern hinnehmen. In einer hochspannenden und bis zur letzten Sekunde umkämpften Partie unterlagen die Ischn denkbar knapp mit 30:29 in der Stadthalle Linden.
Der Auftakt verlief zunächst ausgeglichen. Nach rund sieben Minuten erspielten sich die Bretzenheimerinnen erstmals eine Zwei-Tore-Führung (3:5), doch die Gastgeberinnen antworteten prompt und stellten nur wenig später wieder auf Gleichstand. Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Mainzerinnen immer wieder vorlegten, ihre Führungen jedoch nie lange behaupten konnten. In der 24. Minute gelang es Leihgestern schließlich, das Momentum zu drehen und beim 13:12 erstmals in Führung zu gehen – ein knapper Vorsprung, den die Gastgeberinnen mit in die Halbzeit nahmen (14:13). Insgesamt fanden die Bretzenheimerinnen im ersten Durchgang nie richtig ihren Rhythmus: Gute Phasen wurden immer wieder durch kleine Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff überschattet, die Leihgestern konsequent zu nutzen wusste.
Auch in die zweite Hälfte starteten beide Teams auf Augenhöhe. Diesmal waren es jedoch die Gastgeberinnen, die vorlegten, während die Ischn nachzogen – nach 35 Minuten stand es folgerichtig 17:17. Doch dann folgte die spielentscheidende Phase: Nach einer Zeitstrafe gegen die TSG Bretzenheim nutzte Leihgestern die Überzahl eiskalt aus und setzte binnen fünf Minuten einen 5:0-Lauf. Plötzlich lagen die Mainzerinnen mit 22:17 zurück (39.). Diesem Rückstand liefen sie fortan hinterher.
Trotzdem bewiesen die Ischn großen Kampfgeist. Tor um Tor kämpften sie sich in der Schlussphase wieder heran und hatten rund 20 Sekunden vor dem Abpfiff sogar den Ball zum möglichen Ausgleich in den Händen. Doch der letzte Wurf prallte unglücklich an die Latte – und so mussten sich die Mainzerinnen am Ende mit einem einzigen Tor Unterschied geschlagen geben.
Natürlich hatten sich die Bretzenheimerinnen vor der Partie ein anderes Ergebnis erhofft. Zu viele Abstimmungsfehler in der Defensive und zu wenig Konsequenz im Abschluss verhinderten am Ende den erhofften Erfolg. Dennoch kann das Team auch Positives mitnehmen: Der unbändige Wille und die Moral, das Spiel trotz des deutlichen Rückstands noch einmal fast zu drehen, waren beeindruckend.
Nun heißt es für die Mainzerinnen: Köpfe hoch, Mund abputzen und voller Fokus auf das letzte Spiel des Jahres am 30. November gegen die Bundesliga-Reserve des THC.
Bild: Markus Kieber

