Ungewöhnlich für den Spielbetrieb der 3. Liga stand am Mittwochabend ein Heimspiel für die Ischn auf dem Programm. Trotz der ungewohnten Anstoßzeit zeigte die TSG Bretzenheim von Beginn an eine konzentrierte und engagierte Leistung und setzte sich am Ende verdient mit 38:28 gegen den HC Leipzig durch.
Die Ischn fanden schnell in die Partie und machten früh deutlich, dass sie die Kontrolle über das Spiel übernehmen wollten. Mit viel Tempo im Angriff und einer stabilen Abwehr erspielten sie sich rasch eine Führung. Nach wenigen Minuten stand es bereits 8:3, auch nach 14 Minuten lag Bretzenheim mit 11:5 in Front. Leipzig tat sich schwer, gegen die kompakte Defensive Lösungen zu finden, profitierte jedoch zwischenzeitlich von einigen Unkonzentriertheiten auf Seiten der Ischn. So kamen die Gäste in der 20. Minute noch einmal auf 13:10 heran.
Die Antwort der Bretzenheimerinnen folgte jedoch prompt. Mit mehr Konsequenz in den Abschlüssen und einer verbesserten Abstimmung in der Abwehr zogen sie das Tempo wieder an und setzten sich bis zur 24. Minute auf 17:11 ab. Zur Halbzeitpause blieb der Vorsprung dennoch etwas knapper, da Leipzig weiter kämpfte und den Rückstand verkürzen konnte. Beim Stand von 18:15 gingen beide Mannschaften in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie zunächst enger. Leipzig kam mit viel Energie aus der Pause und verkürzte in der 34. Minute auf 19:18. In dieser Phase war das Spiel offen, und die wuselige, unangenehme Spielweise der Gäste stellte die Ischn vor Herausforderungen. Doch Bretzenheim behielt die Ruhe, fand zurück zu mehr Struktur im Angriff und erhöhte den Druck in der Defensive.
Ab der 38. Minute setzten sich die Ischn wieder deutlicher ab. Beim Stand von 22:19 war der Knoten erneut geplatzt, wenig später wuchs der Vorsprung bis zur 40. Minute auf 26:20 an. In der Folge kontrollierte Bretzenheim das Spielgeschehen zunehmend, nutzte Ballgewinne und konsequente Abschlüsse, um den Abstand weiter zu vergrößern. In der 49. Minute stand es bereits 32:25.
In den Schlussminuten ließen die Ischn nichts mehr anbrennen und spielten die Partie souverän zu Ende. Mit einem klaren 38:28-Erfolg sicherten sie sich verdient die zwei Punkte. Trotz der ungewohnten Uhrzeit und der kämpferischen, unruhigen Spielweise der Leipzigerinnen zeigte das Team über weite Strecken eine überzeugende Leistung und bestätigte seine aktuelle Form.
Bild: Markus Kieber

