Das als Spitzenspiel deklarierte Duell zwischen dem PSV Recklinghausen und der TSG Mainz-Bretzenheim startete zunächst auch genau so: Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, in dem die TSG zunächst den besseren Start erwischte. Nach zehn Minuten gelang es den Gästen aus Mainz, sich erstmals etwas abzusetzen. In der 12. Minute stand eine 6:3-Führung für die TSG auf der Anzeigetafel.
Doch die Gastgeberinnen ließen sich davon nicht beeindrucken und starteten eine Aufholjagd. Bereits in der 17. Minute gelang dem PSV der Ausgleich, ehe Recklinghausen in der 22. Minute beim Stand von 10:9 erstmals in Führung ging. Was anschließend folgte, war aus Sicht der TSG eine schwierige Schlussphase der ersten Halbzeit. Während den Mainzerinnen im Angriff zunehmend die Lösungen fehlten, bestrafte der PSV jeden Ballverlust konsequent. Mit einem 8:2-Lauf innerhalb der letzten neun Minuten setzte sich Recklinghausen entscheidend ab und ging mit einer deutlichen 18:11-Führung in die Kabine.
Mit dem erheblichen Handicap von sieben Toren Rückstand startete die TSG in die zweite Halbzeit. Allerdings gelang es den Gästen nicht, den erhofften Impuls aus der Kabinenansprache mitzunehmen. Der PSV spielte konsequent sein Spiel weiter und behielt über weite Strecken die Kontrolle. Das zwischenzeitlich auf 13 Tore angewachsene Defizit war für die TSG an diesem Tag nicht mehr aufzuholen. Auch wenn sich die Mannschaft weiterhin bemühte, fand sie nicht mehr entscheidend zurück in die Partie. Am Ende musste sich Mainz mit 23:33 geschlagen geben.
Dabei konnte die TSG an diesem Abend bei Weitem nicht zeigen, was tatsächlich in ihr steckt. Das Ergebnis spiegelt keineswegs die handballerischen Fähigkeiten und das Potenzial der Mannschaft wider. Insbesondere im Angriff verhinderten zu viele eigene Fehler, dass die Mainzerinnen zu ihrem gewohnten Spiel fanden und sich klare Torchancen erarbeiten konnten. Hinzu kam, dass die Gastgeberinnen diese Fehler konsequent bestraften. So konnte auch eine über weite Strecken im Sechs-gegen-Sechs stabile Abwehr nicht den entscheidenden Impuls setzen, um das Spiel noch einmal zu drehen.
Nach dieser großen Enttäuschung gilt es nun, die Partie schnell aufzuarbeiten, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und den Blick wieder nach vorne zu richten. Denn bereits im kommenden Heimspiel gegen den TB Wülfrath bietet sich der TSG die nächste Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen und vor heimischer Kulisse wieder das eigene Leistungsvermögen auf die Platte zu bringen.
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