Die Vorzeichen waren klar: Gegen die HSG Bad Wildungen Vipers erwartete die TSG Mainz-Bretzenheim von Beginn an ein umkämpftes und körperlich intensives Spiel. Genau das entwickelte sich am Samstagabend auch auf dem Spielfeld.
Die TSG erwischte dabei den besseren Start und kam direkt gut in die Partie. Nach sechs Minuten konnte Mainz erstmals mit zwei Toren in Führung gehen (3:1). Die Gäste aus Bad Wildungen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und glichen nach 15 Minuten erstmals zum 5:5 aus. Kurz darauf übernahmen die Vipers sogar die Führung. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Führung mehrfach wechselte.
Vor allem die Abwehrreihen prägten die erste Halbzeit. Beide Mannschaften agierten körperlich und konsequent, sodass um jeden Treffer hart gekämpft werden musste. Im Angriff fehlte der TSG allerdings phasenweise die nötige Durchschlagskraft. Zudem gelang es Bad Wildungen immer wieder, über den Kreis zum Torerfolg zu kommen. Mit einem knappen 9:10-Rückstand ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng, ehe sich die Gäste nach und nach etwas absetzen konnten. Nach 40 Minuten lag Bad Wildungen erstmals mit fünf Toren vorne. Die TSG kämpfte weiter, musste in der 44. Minute jedoch sogar einen Sechs-Tore-Rückstand hinnehmen (13:19).
Doch genau zu diesem Zeitpunkt legte die TSG einen Schalter um. Mit einer nun noch konsequenteren Abwehrarbeit setzte Mainz die Gäste zunehmend unter Druck und fand gleichzeitig im Angriff bessere Lösungen. Tor um Tor kämpfte sich die TSG zurück in die Partie. Die Aufholjagd gipfelte schließlich in der 59. Minute: Der Ausgleich zum 22:22 war geschafft.
Anschließend gelang es der TSG sogar noch einmal, in Ballbesitz zu kommen. Zehn Sekunden auf der Uhr reichten jedoch nicht mehr aus, um den entscheidenden Treffer zu erzielen. So blieb es beim 22:22-Unentschieden.
Mit Blick auf den gesamten Spielverlauf ist der Punkt für die TSG sicherlich ein gewonnener. Gleichzeitig zeigt die Partie, dass an einigen Stellen noch Verbesserungspotenzial besteht. Vor allem die fehlende Durchschlagskraft im Angriff und die Gegentore über den Kreis gilt es in den kommenden Spielen zu reduzieren. Die Moral und der Kampfgeist, mit denen die Mannschaft einen zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand noch egalisierte, geben dabei viel Positives mit auf den Weg.

